Einstieg ohne Ausbildung
In der Unterhaltsreinigung ist der Einstieg ohne Berufsabschluss üblich. Viele Stellen sind Teilzeit oder Minijobs mit Arbeitszeiten am frühen Morgen oder am Abend, wenn Büros leer sind. Achte darauf, ob die Anzeige ein festes Objekt oder eine Tour mit mehreren Objekten beschreibt und wie die Fahrt dazwischen bezahlt wird.
Ausbildung zum Gebäudereiniger
Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Im Alltag lernst du Unterhaltsreinigung, Glasreinigung und Sonderreinigungen sowie den sicheren Umgang mit Maschinen. Mit Abschluss und Erfahrung führen Wege zur Vorarbeiterin, zur Objektleitung und zur Meisterprüfung. Wer schon länger in der Reinigung arbeitet, kann nach dem Eineinhalbfachen der Ausbildungsdauer, also nach viereinhalb Jahren Berufstätigkeit, zur Gesellenprüfung zugelassen werden.
Als Hausmeister wechseln
Hausmeisterstellen besetzen Arbeitgeber gern mit Handwerkerinnen und Handwerkern, die breiter arbeiten wollen. Hilfreich sind Kenntnisse in Heizung, Sanitär, Elektro und Grünpflege sowie ein Führerschein. Für Arbeit in Kitas oder Schulen kann ein erweitertes Führungszeugnis verlangt werden.
Weiterkommen im Gebäudeservice
Wer zuverlässig arbeitet, übernimmt oft schnell Verantwortung als Vorarbeiterin oder Vorarbeiter. Dazu gehören Einsatzplanung, Materialbestellung und Qualitätskontrollen im Objekt. Von dort führt der Weg zur Objektleitung. Mit Berufserfahrung kannst du auch die Gesellenprüfung als Gebäudereiniger nachholen. Frag deinen Arbeitgeber, ob er Schulungen oder eine Freistellung für Prüfungsvorbereitung anbietet.
Sprachkenntnisse und Einarbeitung
In der Reinigung sind Deutschkenntnisse auf Grundniveau oft ausreichend, für Vorarbeit und Objektleitung werden bessere Kenntnisse erwartet, weil Absprachen mit Kunden und Dokumentation dazugehören. Frag, ob Einarbeitung und Sicherheitsunterweisungen auch in anderen Sprachen angeboten werden. Viele Dienstleister arbeiten mit mehrsprachigen Teams.
Arbeitskleidung und Schutz
Frag bei jeder Stelle, welche Arbeitskleidung und welche Schutzausrüstung gestellt werden, etwa Handschuhe für Reinigungsmittel oder Sicherheitsschuhe für Hausmeistertätigkeiten. Das sagt viel über die Sorgfalt des Arbeitgebers.
Bewerbung
- Kurzer Lebenslauf mit bisherigen Objekten und Tätigkeiten
- Nachweise über Schulungen, etwa zu Hebebühnen oder Reinigungsmitteln
- Angabe, zu welchen Zeiten du arbeiten kannst
- Führerschein, wenn die Stelle Touren oder Winterdienst enthält
Frag im Gespräch nach Einarbeitung, Arbeitskleidung und der Vertretung bei Urlaub. Bei Dienstleistern lohnt die Frage, wie lange der Vertrag für dein Objekt läuft.
Wer gute Arbeit leistet, wird in Objekten schnell bekannt. Das hilft bei internen Wechseln auf besser bezahlte Tätigkeiten.